Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Synodaler Prozess
  • Synodaler Prozess in Österreich
  • Synodalität konkret
  • Downloads
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • A: Schriftgröße: normal
  • A: Schriftgröße: groß
  • A: Schriftgröße: sehr groß
  • A: Standardfarben
  • A: Gelb auf Schwarz
  • A: Schwarz auf Gelb
  • A: Weiss auf Blau
  • A: Blau auf Weiss
Hauptmenü:
  • Synodaler Prozess
  • Synodaler Prozess in Österreich
  • Synodalität konkret
  • Downloads
  • Kontakt

Hauptmenü anzeigen
Inhalt:
Teilnehmer bei der Eröffnung der letzten Phase der Weltsynode am 2. Oktober 2024 im Vatikan.

gemeinschaft | teilhabe | sendung

 

Der Synodale Prozess

 

Mit dem Synodalen Prozess wollen Papst Franziskus und Papst Leo XIV. die Kirche zukunftsfit machen. Gemeinsam mit Millionen Menschen weltweit haben sich auch in Österreich viele Menschen beteiligt und seit 2021 über die Themen Gemeinschaft, Teilhabe, Sendung beraten. Aktuell befinden wir uns in der Umsetzungsphase.

 

Synoden-Website des Vatikan

Ein weltweiter Weg der Kirche

 

Die katholische Kirche befindet sich seit 2021 in einem weltweiten geistlichen Beratungs- und Reformprozess, der unter dem Stichwort "Synodalität" bekannt wurde. Papst Franziskus hat diesen mehrjährigen Synodalen Prozess angestoßen, an dem sich Millionen Katholikinnen und Katholiken weltweit beteiligten – in Pfarren, Orden, Bewegungen, Diözesen und Bischofskonferenzen. Ziel ist es, als Volk Gottes stärker aufeinander und auf den Heiligen Geist zu hören, gemeinsam Verantwortung wahrzunehmen und so die Sendung der Kirche glaubwürdiger und wirksamer zu erfüllen.

 

Zugleich knüpft dieser Prozess an eine lange Tradition an: Synoden und synodale Beratungen gehören seit den ersten Anfängen zum Leben der Kirche. Neu ist nicht die Idee des gemeinsamen Beratens, sondern die weltweite Einladung, Synodalität als Grundhaltung und Arbeitsweise der Kirche neu zu vertiefen.

Papst Franziskus
Logo des Synodalen Prozesses

Synodalität: gemeinsam unterwegs

 

Während frühere Synoden Themen wie Familie, junge Menschen oder Amazonien behandelten, steht diesmal die Synodalität selbst im Mittelpunkt. Doch was bedeutet Synodalität?

 

Das Wort "Synode" kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich "gemeinsam auf dem Weg". Synodalität meint daher mehr als eine Methode kirchlicher Beratung oder Entscheidungsfindung. Sie beschreibt das Wesen der Kirche als Weggemeinschaft: Kirche ist die Gemeinschaft des pilgernden Volkes Gottes, in der alle Getauften zur Teilhabe berufen sind und die mit Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes unterwegs ist, um ihre Sendung zu erfüllen.

 

Auch das Logo des synodalen Prozesses greift dieses Bild auf: Die 15 Personen sind gemeinsam unterwegs und machen sichtbar, dass die Kirche als Volk Gottes in Begegnung und Beteiligung ihre Sendung lebt: das Evangelium Jesu Christi in der Welt zu bezeugen.

 

Zugleich erinnert das Logo daran, dass dieses gemeinsame Gehen seinen Mittelpunkt in Jesus Christus hat: Er begleitet sein Volk als der Auferstandene, nährt es in der Eucharistie und führt es in der Kraft des Heiligen Geistes. Synodalität heißt: gemeinsam mit Christus unterwegs sein.

Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung

 

Im Zentrum des Synodalen Prozesses steht daher eine Kernfrage: Wie kann die Kirche heute auf ihren verschiedenen Ebenen – von der Pfarre bis zur Weltkirche – jenes gemeinsame Gehen gestalten, das ihr hilft, das Evangelium zu verkünden? Und zu welchen Schritten lädt der Heilige Geist sie ein, um als synodale Kirche in Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung zu wachsen?

 

In dieser Kernfrage treten die drei zentralen Themen des Synodalen Prozesses hervor:

Gemeinschaft: Gemeinschaft ist nicht bloß Mittel zur Erfüllung der Sendung. Vielmehr ist die Sendung der Kirche selbst darauf ausgerichtet, "allen das Erlebnis der neuen Gemeinschaft zu schenken, die im Sohn Gottes in die Weltgeschichte eingetreten ist" (Praedicate Evangelium, 4). Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist die Kirche "Zeichen und Werkzeug" für die innigste Vereinigung mit Gott und für die Einheit der ganzen Menschheit (LG 1). Synodalität stärkt diese Gemeinschaft, indem sie Menschen zusammenführt, Unterschiede nicht verdrängt und ein gemeinsames Hören ermöglicht.

 

Teilhabe: Weil Sendung und Sorge um die Gemeinschaft alle Getauften betreffen, gehört Teilhabe wesentlich zur Synodalität. Alle Gläubigen sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Gaben einzubringen, miteinander zu beten, zuzuhören, zu unterscheiden und Verantwortung zu übernehmen.

 

Sendung: Synodalität ist kein Selbstzweck. Die Kirche geht den synodalen Weg, um ihre Sendung besser zu erfüllen: das Reich Gottes zu verkünden und den Menschen unserer Zeit das Evangelium Jesu Christi zu bezeugen. Eine synodale Kirche fragt daher immer auch, wie sie besonders jenen nahe sein kann, die an den geistlichen, sozialen, wirtschaftlichen, politischen, geografischen oder existenziellen Rändern leben.

Teilnehmer an Tischen bei den Beratungen während der Weltsynode am 25. Oktober 2023 im Vatikan.
Figur, die horcht

Ein geistlicher Weg des Hörens

 

Der Synodale Prozess ist ein geistlicher Weg des Hörens, Unterscheidens und Beratens. Im Mittelpunkt steht nicht Mehrheitslogik, sondern das gemeinsame Hören aufeinander und auf den Heiligen Geist. Papst Franziskus betont deshalb: Eine Synode ist kein Parlament.

 

Konkret geschieht dieses Hören in mehreren Etappen – von den Ortskirchen über nationale und kontinentale Beratungen bis zu den Synodenversammlungen in Rom und der anschließenden Umsetzung. Eine zentrale Methode ist das "Gespräch im Geist":

 

In Gebet, aufmerksamem Zuhören und gemeinsamer Unterscheidung sucht die Kirche nach den nächsten Schritten für ihre Sendung. Begleitet wird dieser Weg vom Gebet Adsumus, Sancte Spiritus, das um Führung, Einheit und Unterscheidung bittet.

Das ganze Volk Gottes ist eingeladen

 

Nach dem kirchlichen Grundsatz "Was alle angeht, muss von allen besprochen werden" richtet sich der Synodale Prozess an das ganze Volk Gottes. Alle Getauften sind eingeladen, ihre Erfahrungen und Gaben einzubringen, denn sie haben Anteil am sensus fidei, dem Glaubenssinn des Volkes Gottes. Zugleich sollen auch Stimmen gehört werden, die im kirchlichen Alltag leicht übersehen werden – besonders benachteiligte Menschen sowie Menschen, die der Kirche fernstehen oder keiner religiösen Gemeinschaft angehören.

 

Leitung im synodalen Stil

 

Synodalität hebt kirchliche Leitung und Hierarchie nicht auf. Sie verändert jedoch den Stil, in dem Leitung wahrgenommen wird: durch Hören, geistliche Unterscheidung, Transparenz, Rechenschaft und gemeinsame Verantwortung. Die Leitung des weltweiten synodalen Prozesses liegt bei Papst Leo XIV., der vom Generalsekretariat der Synode unterstützt wird.

Gruppenbild Synode

Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "Issuu" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.

Download als PDF

Was bisher beschlossen wurde

 

Die Weltsynode endete im Oktober 2024 mit einem Schlussdokument, das Papst Franziskus unmittelbar in Kraft setzte. Es bündelt die Ergebnisse des mehrjährigen Beratungsprozesses und gibt der Kirche verbindliche Orientierung auf dem Weg zu einer synodaleren Kirche.

 

Deutlich wird dabei: Synodalität ist nicht als Sonderprojekt gedacht, sondern als geistliche Haltung und konkrete Praxis kirchlichen Lebens. Sie zeigt sich im Hören auf den Heiligen Geist, im gemeinsamen Beraten und Unterscheiden sowie in Strukturen und Prozessen, in denen Teilhabe, Verantwortung und Sendung gelebt werden.

Wie es jetzt weitergeht

 

Mit dem Abschlussdokument ist der synodale Prozess nicht beendet. Nach dem Tod von Papst Franziskus hat Papst Leo XIV. deutlich gemacht, dass Synodalität auch in seinem Pontifikat ein zentrales Thema der Weltkirche bleibt. Die vom Generalsekretariat der Synode veröffentlichten Skizzen zur Umsetzungsphase beschreiben, wie dieser Weg bis 2028 konkret weitergeführt wird.

 

In den Ortskirchen sollen die Impulse des Abschlussdokuments geprüft werden: Welche Impulse sind für die jeweilige Situation besonders wichtig, und welche konkreten Schritte folgen daraus? Die Erfahrungen fließen anschließend in eine weltweite Auswertungsphase ein. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht schnelle Entscheidungen, sondern ein synodaler Weg der Umsetzung, der von Beteiligung, Austausch und gemeinsamer Verantwortung geprägt ist.

 

Zustimmung erforderlich!Bitte akzeptieren Sie Cookies von "Issuu" und laden Sie die Seite neu, um diesen Inhalt sehen zu können.

Download als PDF

Der Synodale Prozess im Überblick

 

Der Synodale Prozess im grafischen Überblick

nach oben springen
Footermenü:
  • Synodaler Prozess
  • Synodaler Prozess in Österreich
  • Synodalität konkret
  • Downloads
  • Kontakt

MEDIENREFERAT DER ÖSTERREICHISCHEN BISCHOFSKONFERENZ

Stephansplatz 4/6/1
A-1010 Wien

  • Impressum
  • Datenschutz
nach oben springen