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Vorsynodale Beratung der Bischofskonferenz in Mariazell - Blick ins Plenum mit Erzbischof Lackner

gemeinschaft | teilhabe | sendung

 

Der Synodale Prozess in Österreich

 

Seit 2021 ist die Kirche in Österreich Teil des weltweiten Synodalen Prozesses – in den Diözesen vor Ort ebenso wie auf nationaler Ebene. In Pfarren, kirchlichen Gruppen, Orden, Einrichtungen, Gremien und weiteren kirchlichen Zusammenhängen wurden Erfahrungen gesammelt, Hoffnungen geteilt und Anliegen eingebracht. 

Diözesane und nationale Phase

 

Der synodale Prozess begann offiziell im Oktober 2021. In allen österreichischen Diözesen fanden Gesprächsrunden, Online-Befragungen und Treffen statt, an denen sich Tausende Gläubige beteiligten. Die österreichischen Bischöfe luden alle Gläubigen zur Beteiligung ein – ausdrücklich auch Menschen, die der Kirche kritisch oder distanziert gegenüberstehen. Die Ergebnisse aus den Diözesen wurden anschließend in der nationalen Synthese zusammengeführt. Dazu fand am 20. und 21. Juni 2022 in Mariazell die vorsynodale Beratung der Österreichischen Bischofskonferenz statt; gemeinsam mit den Bischöfen nahmen rund 60 Personen aus Diözesen, kirchlichen Einrichtungen und der Ökumene teil.

  • Gemeinsames Hirtenwort der Bischöfe
  • Nationale Synthese

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Kontinentale Phase

 

Im Jahr 2022 wurde der österreichische Bericht nach Rom übermittelt. Dort flossen die Rückmeldungen aus aller Welt in ein vatikanisches Arbeitsdokument ein, das die Grundlage für die anschließende kontinentale Phase bildete. Für Europa trafen sich Delegierte vom 5. bis 9. Februar 2023 in Prag, um die Ergebnisse weiter zu beraten. Der österreichische Beitrag zur kontinentalen Phase wurde dort in Form eines Statements eingebracht – durch eine Delegation vor Ort und durch Online-Delegierte aus verschiedenen kirchlichen Bereichen. Die Resultate der europäischen Beratungen wurden in der Kontinentalen Synthese Europa gebündelt.

  • Österreich-Statement zur kontinentalen Phase
  • Kontinentale Synthese Europa

Weltweite Phase

 

Danach begann die weltweite Phase mit den beiden Sitzungsperioden der XVI. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 2023 und Oktober 2024. Im Schlussdokument der Synode vom Oktober 2024 sind die zentralen Ergebnisse zusammengefasst. Eine Besonderheit der Weltsynode war, dass erstmals auch Frauen und andere Laien volles Stimmrecht hatten. Österreich wurde unter anderem durch Erzbischof Franz Lackner, Kardinal Christoph Schönborn und die Linzer Theologin Klara Csiszar vertreten.

  • Schlussdokument der Synode vom Oktober 2024

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Welche Themen Österreich besonders bewegten

 

Zur Vorbereitung der zweiten Synodenversammlung 2024 erstellte das nationale Synodenteam - nach Vertiefung einzelner Themen in den Diözesen und auf nationaler Ebene - einen Österreich-Bericht zur Frage "Wie können wir eine synodale Kirche in der Mission sein?"

 

In den österreichischen Rückmeldungen wurden besonders Fragen von Beteiligung, Transparenz und Mitverantwortung in kirchlichen Entscheidungsprozessen angesprochen. Kritisch reflektiert wurden der Umgang mit Macht, die Rolle von Frauen in der Kirche – insbesondere die Frage des Diakonats – sowie Fragen rund um priesterlichen Dienst und Zölibat. Wiederkehrend war der Wunsch nach einer Kirche, die Menschen wertschätzend zuhört, verschiedene Lebensformen und Glaubenszugänge wahrnimmt und niemanden vorschnell ausschließt. Auch der Umgangston innerhalb der Kirche und die Fähigkeit, unterschiedliche Positionen im Gespräch zu halten, wurden thematisiert. Einheit wird dabei nicht als Gleichförmigkeit verstanden, sondern als gemeinsamer Weg, auf dem Verschiedenheit ausgehalten und fruchtbar gemacht wird.

  • Österreich-Bericht zur Vorbereitung des Instrumentum Laboris

Wie es nun weitergeht

 

Mit dem Abschlussdokument der Weltsynode im Oktober 2024 endete zwar die große weltweite Beratungsphase, der synodale Weg selbst soll jedoch weitergehen. Papst Franziskus erklärte das Schlussdokument unmittelbar zum Teil seines Lehramts. Papst Leo hat in seiner ersten Ansprache im Mai 2025 deutlich gemacht, dass er den Weg der Synodalität fortsetzen möchte:

Wir wollen eine synodale Kirche sein, eine Kirche, die unterwegs ist, eine Kirche, die stets nach Frieden strebt, die stets nach Nächstenliebe strebt, die stets versucht, vor allem den Leidenden nahe zu sein. (8. Mai 2025)

Papst Leo XIV.

Auch in Österreich hat die Arbeit an der Umsetzung der Synode begonnen. Die Bischofskonferenz kündigte 2025 konkrete Schritte an, um Synodalität stärker im kirchlichen Alltag zu verankern.

 

Der synodale Prozess gilt damit nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als langfristige Veränderung kirchlicher Kultur. Die zentrale Frage bleibt: Wie können wir Synodalität im kirchlichen Alltag so einüben und weiterentwickeln, dass sie Beteiligung stärkt, gemeinsames Handeln ermöglicht und der Sendung der Kirche dient?

Die Umsetzungsphase in Österreich

 

Ziel: Die Umsetzungsphase will die Ergebnisse der Weltsynode im Leben der Kirche wirksam werden lassen. Die Gesamtvision ist dabei die Sendung der Kirche: das Evangelium heute glaubwürdig zu bezeugen und den Menschen in ihren Lebenswirklichkeiten nahe zu sein. Dafür sollen synodale Haltungen, Praktiken und Strukturen weiterentwickelt und erprobt werden – getragen von Beteiligung, Zuhören, geistlicher Unterscheidung und gemeinsamer Verantwortung.

 

Arbeitsgrundlage: Zentraler Bezugspunkt für die Umsetzungsphase ist das Abschlussdokument der Bischofssynode. Darüber hinaus hat das Generalsekretariat der Synode mehrere Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt, die Orientierung geben und dabei unterstützen, den Umsetzungsprozess selbst als synodalen Prozess zu gestalten – mit Beteiligung, Zuhören, geistlicher Unterscheidung, gemeinsamer Auswertung der Erfahrungen und der Vernetzung verschiedener Ebenen:

  • "Skizzen für die Umsetzungsphase der Synode 2025–2028
  • "Auf dem Weg zu den Versammlungen 2027–2028"
  • "Vergegenwärtigen: Etappe der Ortskirchen"

 

Zeitlicher Ablauf:

  • Juni 2025 bis Dezember 2026: In einer ersten Phase werden Wege der Umsetzung in den Ortskirchen und ihren Gruppierungen begonnen. Dabei sollen synodale Beratungsweisen, Arbeitsformen und Strukturen weiterentwickelt, geschaffen und erprobt werden.
  • Erste Hälfte des Jahres 2027: Diese Erfahrungen münden in einer zweiten Phase in Bewertungsversammlungen in den Diözesen und Eparchien.
  • Zweites Halbjahr 2027: In einer dritten Phase wird der Fortgang in Evaluierungsversammlungen der nationalen und internationalen Bischofskonferenzen, der ostkirchlichen Strukturen und anderer kirchlicher Gruppierungen beraten und bewertet.
  • Erstes Quartal 2028: Als vierte Phase folgen kontinentale Evaluierungsversammlungen, in denen die Erfahrungen aus den verschiedenen Regionen zusammengeführt werden.
  • Oktober 2028: Den Abschluss bildet als fünfte Phase eine Kirchenversammlung im Vatikan.
Arbeit in Kleingruppen ('Anhörkreis')

Methode: Ein zentrales Anliegen der Umsetzungsphase ist der Austausch der Gaben zwischen den Kirchen: Erfahrungen aus unterschiedlichen Kontexten sollen geteilt, gemeinsam reflektiert und für den weiteren Weg fruchtbar gemacht werden. Ein konkretes Zeichen dieser weltkirchlichen Vernetzung war das Jubiläumstreffen der Synodenteams vom 24. bis 26. Oktober 2025 in Rom. Rund 2.000 Vertreterinnen und Vertreter aus aller Welt nahmen daran teil; Österreich war mit einer 51-köpfigen Delegation vertreten.

Arbeitsfelder in Österreich: Für die Umsetzungsphase hat die Österreichische Bischofskonferenz vier Arbeitsfelder festgelegt. Sie strukturieren die synodale Weiterarbeit in Österreich und verbinden die diözesane, nationale und kontinentale Ebene:

 

Arbeitsfeld 1: Stärkung der Synodalität in den Diözesen

In jeder Diözese wurde durch den jeweiligen Diözesanbischof ein diözesanes Synodenteam eingesetzt. Es begleitet und koordiniert den Prozess vor Ort, sammelt Erfahrungen aus der Umsetzung und bereitet die diözesane Rückschau im Blick auf die Evaluierungsversammlung 2027 vor

Arbeitsfeld 2: Unterstützung der Diözesen durch die nationale Ebene.

Dieses Arbeitsfeld organisiert Vernetzung für die diözesanen Synodenteams, Weiterbildungsangebote zu Synodalität – darunter einen Train-the-Trainer-Kurs – sowie weitere Unterstützungsformate.

 

In der Arbeitsgruppe wirken mit: Bischof Josef Marketz, Weihbischof Johannes Freitag, Elisabeth Rathgeb, Petra Steinmair-Pösel, Anna Findl-Ludescher, Sr. Johanna Schulenburg, Matthias Linus Möller und Gabriele Eder-Cakl.

Arbeitsfeld 3: Stärkung der Synodalität in der Österreichischen Bischofskonferenz und ihren Einrichtungen

Das Arbeitsfeld unterstützt Einrichtungen, Kommissionen und Gremien der Österreichischen Bischofskonferenz dabei, ihre Arbeitsweisen im Sinn von Synodalität zu reflektieren und weiterzuentwickeln – etwa im Blick auf Zuhören, geistliche Unterscheidung, Beteiligung, Entscheidungsprozesse, Rechenschaft, Evaluierung und Bildung im synodalen Stil. Ein eigener Schwerpunkt ist das Verhältnis von Hierarchie und Synodalität.

 

In der Arbeitsgruppe wirken mit: Erzbischof Franz Lackner, Bischof Wilhelm Krautwaschl, Bischof Manfred Scheuer, Klara-Antonia Csiszar, Peter Schipka, Sabine Konrad und Martin Seidler.

Arbeitsfeld 4: Beitrag Österreichs zur Stärkung der Synodalität auf kontinentaler Ebene

Dieses Arbeitsfeld nimmt die europäische Ebene der Umsetzung in den Blick und stärkt die Vernetzung mit der europäischen Kirche. Für das europäische Synodenteam wurde Regina Polak als österreichische Vertreterin benannt. Klara-Antonia Csiszar wirkt in einer von der CCEE eingerichteten europäischen Task Force mit, die die Rezeption des Schlussdokuments auf kontinentaler Ebene fördern und Weiterbildungen organisieren soll.

 

Zugleich fördert dieses Arbeitsfeld den Austausch der Gaben: Diözesen, nationale Ebene und europäische Kirche können voneinander lernen und ihre Erfahrungen in den weltkirchlichen Prozess einbringen. Die Arbeitsgruppen berichten an das nationale Synodenteam. Dort werden die Informationen zusammengeführt.

 

Die Arbeitsgruppen berichten an das nationale Synodenteam. Dort werden die Informationen zusammengeführt.

Das nationale Synodenteam

 

Das nationale Synodenteam berät die Bischofskonferenz und begleitet seit Beginn des weltweiten Synodalen Prozesses die Schritte in Österreich. Seine Mitglieder wurden von der Bischofskonferenz ad personam angefragt und in das Gremium berufen; sie vertreten keine bestimmten Interessensgruppen. 

 

In der aktuellen Umsetzungsphase ist das Synodenteam der zentrale Ort gemeinsamer Beratung und geistlicher Unterscheidung auf nationaler Ebene. Hier werden Impulse und Anliegen aus verschiedenen Arbeitsfeldern zusammengeführt, geprüft und für die Beratungen der Bischofskonferenz aufbereitet. Die Bischofskonferenz trägt anschließend die Verantwortung für die Beschlüsse und deren weitere Umsetzung.

 

Erzbischof Franz Lackner

ERZBISCHOF FRANZ LACKNER

 

Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz

 

Bischof Josef Marketz

BISCHOF JOSEF MARKETZ

 

Zuständiger Referatsbischof für Seelsorge und Evangelisierung

 

Peter Schipka

PETER SCHIPKA

 

Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz

 

Prof. Dr. Regina Polak

REGINA POLAK

 

Universitäts-Professorin für Pastoraltheologie, Universität Wien

 

Petra Vonier-Pösel

PETRA VONIER-PÖSEL

 

Leiterin des Pastoralamtes der Diözese Feldkirch

 

Prof. Klara A. Csiszar

KLARA A. CSISZAR

 

Universitäts-Professorin für Pastoraltheologie an der KU Linz

 

Elisabeth Rathgeb

ELISABETH RATHGEB

 

Caritas-Direktorin in der Diözese Innsbruck

 

Der Synodale Prozess in den österreichischen Diözesen

 

Auf Ebene der Diözesen wird der Synodale Prozess vor Ort weitergeführt. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt beim jeweiligen Diözesanbischof. Die diözesanen Synodenteams unterstützen diesen Weg als Orte gemeinsamer Beratung, des Hörens und der geistlichen Unterscheidung: Sie bündeln Erfahrungen aus den unterschiedlichen Bereichen der Diözese, bereiten Anliegen auf und bringen sie in die weiteren Beratungen ein. Ziel ist es, Synodalität in pfarrlichen und diözesanen Gremien, Beratungsformaten, Pastoraltagen, Versammlungen und weiteren Beteiligungsformen einzuüben und dauerhaft zu verankern.

 

Hier finden Sie Links zu den Synodalitäts-Themenseiten der österreichischen Diözesen:
Dom zu Eisenstadt

DIÖZESE EISENSTADT

 

Diözesaner Bericht zur Konsultation im Rahmen der Vorbereitung der Synode 2023. 

 

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Dom zu Feldkirch

DIÖZESE FELDKIRCH

 

Landingpage mit Informationen und Materialien zum diözesanen synodalen Prozess.

 

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Dom zu Graz

DIÖZESE GRAZ-SECKAU

 

Landingpage mit Informationen und Materialien zum diözesanen synodalen Prozess.

 

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Dom zu Klagenfurt

DIÖZESE GURK

 

Landingpage mit Informationen und Materialien zum diözesanen synodalen Prozess.

 

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Innsbruck Jesuitenkirche

DIÖZESE INNSBRUCK

 

Diözesaner Bericht zur Konsultation im Rahmen der Vorbereitung der Synode 2023. 

 

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Linzer Mariendom

DIÖZESE LINZ

 

Die Diözese Linz setzt sich mit dem Synodalen Prozess in ihrem "Zukunftsweg" auseinander.

 

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Dom zu St. Pölten

DIÖZESE SANKT PÖLTEN

 

Landingpage mit Informationen und Materialien zum diözesanen synodalen Prozess.

 

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Salzburger Dom

ERZDIÖZESE SALZBURG

 

Landingpage mit Informationen und Materialien zum diözesanen synodalen Prozess.

 

mehr

Stephansdom

ERZDIÖZESE WIEN

 

In der Erzdiözese Wien laufen alle Fäden im Pastoralamt bzw. bei Markus Beranek zusammen. 

 

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